Ich fühle mich wie ein Fisch neben dem Aquarium …
Mein Blog ist über die letzten Monate zum Herzstück meiner Webseite geworden. Der Ort, an dem ich über die Erfahrung meiner Arbeit berichte. Es ist aber nicht einfach nur meine „Arbeit“, sondern vielmehr meine BERUFUNG. Seit 2005 begleite ich Menschen im Bereich PersönlichkeitsEntwicklung, SinnFindung und Coaching. Ab 2021 bin ich immer mehr in die TherapeutenRolle hineingewachsen. Da ich nach einer Möglichkeit gesucht habe alle Facetten meines Wirkens unter einen Hut zu bekommen, kam mir der Gedanke an einen Blog gerade recht. Zuerst war meine schreiberische Haltung die, einen „ExpertenBlog“ zu pflegen, wie man es so sagt.
Ende letzten Jahres kam die Einsicht: DAS ist definitiv nur die Hälfte „meiner Wahrheit“. Denn hinter meiner ganzen „Berufung“ steht meine persönliche Geschichte. Der gewebte Teppich meiner eigenen Erfahrungen bietet den Raum, den ich anderen Menschen anbieten kann. Ich kann sie in diesen sicheren Raum aufnehmen, bis sie ihre Wunden geleckt haben und auch wieder Kraft und Mut haben ihr Leben zurückzufordern und in die eigenen Hände zu nehmen, um es zu gestalten.
Und weil eben ein solch einseitig beleuchtender „ExpertenBlog“ nur die halbe Wahrheit wäre, möchte ich nun auch etwas „Persönliches“ mit hinein fließen lassen, da es mich doch sehr berührt in meinem Sein.
(Lange und umschweifende Einleitung, ich weiß…)
Furchtbar und schöne Tage liegen hinter mir
Was mit einem spontanen Kurztrip nach Österreich am letzten Freitag begann, mit dem Plan meine skifahrerische Praxis etwas zu festigen. Endete nach 1,5 rasant-tollen Tagen auf der Piste in der Lienzer Notaufnahme: unglücklicher Sturz auf der Piste. Knie wohl geschädigt. Die Röntgenbilder zeigten, dass glücklicherweise nichts gebrochen ist. Doch Bänder sind wohl geschädigt, und ein MRT dringend angeraten, wenn wir zurück in Deutschland sind.
Sonntags sind wir dann (ohne noch mal über die Pisten zu fegen) wieder zurückgefahren. Am Montag verbrachte ich 7,5 h in der Fuldaer Notaufnahme und habe immerhin geschafft, ein MRT zu bekommen. Die Ergebnisse sollten am nächsten Tag besprochen werden. Jedoch tat sich am Dienstag nicht wirklich was. Gestern am Mittwoch war ich bei der Besprechung und der Verdacht der Untersuchung hat sich bestätigt. Bänderschaden… aber halt so richtig, denn die Kreuzbänder sind gerissen. Das heißt, eine OP ist notwendig.
Harte Verhandlung
Der Arzt wollte mir einen OP-Termin in 8 bis 10 Wochen geben. Nach hartem Verhandeln konnte ich einen Termin für Anfang März bekommen. Und als wäre das nicht schon genug… er sagte recht nüchtern, dass ich ein Sportverbot für die nächsten 6 Monate hätte.
Er redete etwas von:
kein Skifahren, kein Bergsteigen, kein Yoga, kein Klettern…
und ich? … hab einen Ton im Ohr…
6 Monate kein Sport … ICH ………?!?
So muss sich also wohl ein Fisch neben dem Aquarium fühlen…
Ok.
DAS berührt mich schon sehr, da dies alles doch ein ziemlich großer Teil meines Seins darstellt. Ich fühle mich noch recht durcheinander durch die ganzen Neuigkeiten der letzten Tage.
Ich brauche einen Plan…
Also meditieren!